Das Schloss Semlow wurde von Carl August von Behr-Negendank in Auftrag gegeben und vom Strelitzer Hofbaumeisters F.W. Büttel um das Jahr 1825 im klassizistischen Baustil errichtet.
Um das Jahr 1850 wurde das Schloss durch den Anbau einer Orangerie und eines zweistöckigen Wohnbereichs erweitert und diente der Familie Behr von Negendank bis zum 2.Weltkrieg als Wohnsitz.
Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurde das Schloss geplündert, teilweise zerstört und ging nach 1945 in den Besitz der Gemeinde Semlow über, wurde saniert und bis 1989 u.a. als Schule,Kindergarten,Speisesaal und Sitz der Gemeinebibliothek genutzt.
Heute befindet sich im Schloss noch die Gemeindebibliothek, ein Billiardcafe, ein Standesamt sowie ein Festsaal und ein Jagdkeller die für Festlichkeiten gemietet werden können.
Quelle: "675 Jahre Semlow" von E.Kell
Großsteingräber
Großstein-, oder Megalithgräber werden im Volksmund auch Hünengräber genannt weil, aufgrund der Größe der verwendeten Findlinge, angenommen wurde, dass sie von Riesen oder Hünen erbaut wurden.
Tatsächlich wurden sie während der Jungsteinzeit, von Ackerbauern und Viehzüchtern aus unserer Region errichtet und als Begräbnisstätte genutzt.
Die genaue Lage der Gräber können sie der Karte entnehmen.
Friedhofskapelle
In den Jahren 1880/81 ließ Graf Ulrich von Behr-Negendank auf dem kurz zuvor neu angelegten Friedhof eine Kapelle errichten,die er als Familien-Begräbnisstätte und für Trauergottesdienste nutzen wollte. Der neugotische Bau entstand unter Leitung des Berliner Architekten Walter, als Vorbild diente das Mausoleum des Erzherzogs Johann in Schenna/Tirol.
Das Gebäude wurde bis in die 1960'er Jahre genutzt, dann aber dem Verfall und mutwilliger Zerstörung preisgegeben.Erst im Jahr 1999 wurde mit Restaurierungsarbeiten begonnen die bis heute andauern.
Die Semlower Dorfkirche wurde im romanischen Baustil, aus Findlingen erbaut und um das Jahr 1220 fertiggestellt, damit gehört sie zu den ältesten Kirchen der Region.
Das äußere Erscheinungsbild der Kirche wird geprägt durch den 42m hohen Glockenturm, der drei Glocken sowie ein Uhrwerk aus dem Jahre 1856 beherbergt und von einer kupfernen Turmhaube und einer Wetterfahne, in Form eines Bären, gekrönt.
Im Innenraum der Kirche fallen zuallererst die prächtige Wandmalereie des Lübecker Geschichtsmalers Carl Julius Milde ins Auge.Erschaffen wurden diese in den Jahren 1860/61 im Rahmen von Restaurierungsarbeiten, die von Graf U. Behr-Negendank in Auftrag gegeben wurden.
Weitere Besonderheiten im Innenraum sind ein Taufstein aus dem Jahre 1576 sowie eine Orgel aus dem Jahre 1850.